Ärzte Zeitung, 20.05.2003

Extrakt der Traubensilberkerze hilft über die Wechseljahre

Bei psychischen Beschwerden kann der Extrakt mit Johanniskraut kombiniert werden / Kombination auch mit Ernährungsumstellung sinnvoll

MÜNCHEN (wst). Bei den meisten Frauen mit klimakterischen Beschwerden lassen sich die Symptome mit einem standardisierten Extrakt aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) deutlich lindern, meint der Gynäkologe Dr. André-Michael Beer aus Hattingen.

Kommen zusätzlich zu den neurovegetativen auch psychische Beschwerden wie Depressionen, Angst und Unruhezustände hinzu, bietet sich die Kombination eines Traubensilberkerzenauszuges mit einem Johanniskrautextrakt an. Um den Erfolg zu optimieren, verordnet Beer zusätzlich oft auch eine Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und Wasseranwendungen nach Kneipp, wie er bei einem Pressegespräch des Unternehmens Schaper & Brümmer in München gesagt hat.

Bei manchen Frauen sind die klimakterischen Beschwerden allerdings so gravierend, daß eine konventionelle Hormonersatztherapie (HRT) unausweichlich ist, so der Chefarzt der Modellabteilung für Naturheilkunde des Klinikums Blankenstein. Er bietet eine HRT etwa Frauen mit ausgeprägter Osteoporose in der Familienanamnese an sowie asthenischen Patientinnen, die rauchen oder auch Patientinnen mit östrogenmangelbedingten rezidivierenden vulvovaginalen Beschwerden und Blasenfunktionsstörungen.

Die Effektivität und die gute Veträglichkeit der Phytotherapie sind jetzt in einer Anwendungsbeobachtung bei über 2000 Frauen bestätigt worden: Die Frauen wurden aufgrund klimakterischer Beschwerden sechs Monate lang mit dem Traubensilberkerzenpräparat Remifemin® oder mit Remifemin®plus, der Kombination mit einem Johanniskraut-extrakt, behandelt. Beurteilt anhand der CGI-Skala (Clinical Global Impression Scale) und der MRS-Skala (Menopause Rating Scale) war bereits nach dreimonatiger Phytotherapie ein deutlicher, signifikanter Rückgang von Wechseljahrssymptomen wie Hitzewallungen, Schwitzen, Nervosität, Reizbarkeit und depressiver Verstimmung zu verzeichnen.

Die Wirksamkeit des Traubensilberkerzenextraktes sowohl als Monopräparat wie auch in der fixen Kombination mit Johanniskraut wurde von über 60 Prozent der Patientinnen mit gut bis sehr gut bewertet. Über 90 Prozent der Patientinnen und ihrer Gynäkologen klassifzierten die Verträglichkeit der beiden Zubereitungen mit gut oder sehr gut.



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