Ginkgo-Extrakt schützt die Mitochondrien

ZÜRICH (ts). Der Ginkgo-biloba-Extrakt EGb 761 hat sich in mehreren klinischen Studien als wirksam gegen dementielle Erkrankungen erwiesen und sogar als positiv wirkend auf die Kognition bei Gesunden und bei Personen mit leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment). Wie der Extrakt dies tut, welche Inhaltsstoffe was wie tun, ist nicht völlig klar. Aber eine entscheidende Bedeutung hat offensichtlich die Wirkung des Extraktes auf die Mitochondrien, wie Forscher der Frankfurter Universität herausgefunden haben.

Neuronen sind sehr empfindlich für oxidativen Streß, also für freie Radikale. Sie entstehen vermehrt dann, wenn die Funktion der Mitochondrien gestört ist. Die Funktion der Mitochondrien kann jedoch geschützt werden, und zwar durch den Spezialextrakt EGb 761 (Tebonin®). Er schützt nach experimentellen Untersuchungen Zellen und Mitochondrien auf drei Weisen, wie Professor Walter E. Müller auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Dr. Willmar Schwabe in Zürich berichtet hat.

Zum einen hat der Extrakt direkte Radikalfänger-Eigenschaften, wie der Direktor des Pharmakologischen Institutes für Naturwissenschaftler der Universität Frankfurt erklärt hat. Dies sei vor allem eine Leistung der Flavonoide im Extrakt. Zum anderen stabilisiere EGb 761 direkt die Mitochondrien, indem es sie vor einem verringerten Membranpotential schütze, das mit Dysfunktion und Zelltod einhergehe. Dies sei, so Müller, nach Untersuchungen seiner Arbeitsgruppe eine Leistung der Bilobalide des Extraktes. Zudem gebe es eine indirekte Schutzwirkung des Extraktes auf Mitochondrien durch Modulation neuronaler Chlorid-Kanäle, eine Leistung der Bilobalide und Ginkgolide.




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