Ärzte Zeitung, 01.07.2003

Marihuana verursacht keinen langfristigen Hirn-Schaden

In Metaanalyse Gedächtnis nur marginal beeinflußt

SAN DIEGO (dpa). Marihuana verursacht nach Erkenntnis von US-Forschern selbst bei ständigem Konsum keine Schäden im Hirn und ist neurologisch weniger gefährlich als etwa Alkohol.

Die Forscher um Professor Igor Grant von der Universität von Kalifornien in San Diego fanden in einer Metaanalyse aus 15 Studien mit insgesamt 1188 Teilnehmern nur marginale Auswirkungen von Marihuana auf Gedächtnis und Lernvermögen. Andere Hirnfunktionen wie Reaktionszeit, Aufmerksamkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, motorische Geschicklichkeit, Sprache und logische Argumentation würden durch Marihuana überhaupt nicht in Mitleidenschaft gezogen, so die Forscher in einem Artikel, den die Internationale Neuropsychologische Gesellschaft (INS) in der aktuellen Ausgabe ihres Journals (JINS) veröffentlicht hat. Andere Drogen und selbst Alkohol schaden dem Hirn weitaus mehr, merkte Grant dazu an.

Kalifornien erlaubt den Anbau von Marihuana für die medizinische Verwendung, vor allem zur Therapie bei schweren, chronischen Schmerzen.




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