Forschung und Praxis, 30.07.2004

Ein realistisches Buch, das Hoffnung macht

Bösartige Tumoren, die von selbst verschwinden, und ungewöhnlich günstige Verläufe bei malignen Erkrankungen gelten oft als medizinisches Wunder. Der Onkologe Dr. Herbert Kappauf bestätigt das Phänomen Spontanremission aus eigener Erfahrung in seinem Buch: "Wunder sind möglich - Spontanheilungen bei Krebs".

Kappauf, langjähriger Mitarbeiter von Professor Walter Gallmeier an der Nürnberger Medizinischen Klinik und heute niedergelassener Onkologe, beschreibt umfassend und fundiert unter anderem, was Spontanremissionen genau bedeuten, wie man sie von Therapie-Erfolgen abgrenzen kann, wie häufig und bei welchen Krebsarten sie vorkommen und welche Mechanismen dabei von Bedeutung sein könnten.

Es gibt gute Tips, was Krebskranke für sich tun können

Interessant ist auch, wie sich das Thema Spontanremissionen in der Medizingeschichte entwickelt hat. Das Kapitel zu "Psychologischen Untersuchungen" verdeutlicht einmal mehr, wie verschieden Patienten sind, bei denen Spontanremissionen vorkommen. Dennoch, so Kappauf: Es gibt gute Tips, was Krebskranke für sich tun können, um mit der Erkrankung besser zurecht zu kommen. Diese Tips werden im letzten Kapitel dargestellt. Sie wurden auf der Basis verschiedener Forschungsergebnisse und aus Gesprächen mit Menschen, bei denen eine Spontanremission stattgefunden haben, erarbeitet.

Ein Buch, das Hoffnung vermittelt und Mut macht, ohne je unrealistisch zu sein, urteilt die Deutsche Krebshilfe, die das Buch empfiehlt. Diesem Urteil kann man sich ohne Umschweife anschließen. (run)

Herbert Kappauf: Wunder sind möglich. Herder Verlag, Freiburg 2003, 192 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3-451-28108-2




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